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Die Antarktis - die um den Südpol gelegenen Land- und Meeresgebiete
- ist seit einigen Jahren nicht mehr nur für Forscher zugänglich:
Mit Kreuzfahrtschiffen können auch Normal-Sterbliche
die grandiose Eislandschaft erleben, sofern sie bereit und in
der Lage sind, den doch recht hohen Reisepreis zu bezahlen:
Für
eine zweiwöchige Antarktisreise dürfen Sie etwa 5.000
- 8.000,- Euro pro Person rechnen. Hinzu kommt noch die Anreise
zum Abfahrtshafen (meist Südamerika). Trotzdem sind es immerhin
jedes Jahr mittlerweile mehrere 10.000 Touristen und ein sehr
grosser Teil von ihnen kommt aus Deutschland.
Einige
Lager und Stationen können auch durch Touristen mit dem Kleinflugzeug
erreicht werden. Der Tourismus beschränkt sich im Wesentlichen
auf die Monate November bis Februar, also den antarktischen Sommer.
Von
vielen Naturschützern wird der boomende Tourismus nicht gerne
gesehen, sie würden die Antarktis gerne als ein von Menschen
möglichst unberührtes Ökosystem erhalten.
Andere
Stimmen - auch das sind Naturfreunde - verweisen darauf, dass
der unmittelbare Kontakt mit der weitgehend unberührten Schönheit
der Antarktis die Besucher nachhaltig positiv verändere.
Man schützt eher, was man liebt, man liebt eher, was man
kennt.
Der 6. Kontinent
ist an Grandiosität kaum zu übertreffen und muss in
seiner Gänze als das gewaltigste Naturwunder
gelten, das unser Planet zu bieten hat. Er ist grösser, als
Europa und bindet gewaltige Mengen an Süsswasser: Der Eispanzer
der Antarktis ist bis zu 4000 m dick und macht etwa Dreiviertel
der gesamten Süsswasserreserven der Erde aus. Würde
alles Eis schmelzen, dann würde der Wasserspiegel der Weltmeere
um etwa 60 m steigen!
Der Kontinent
ist der Menschheit erst seit 1820 bekannt. Den Südpol erreichte
vor genau 100 Jahren (14. Dezember 1911) als erster der Norweger
Roald Amundsen; sein englischer Konkurrent Robert Falcon
Scott schaffte es einen Monat später zwar auch, er kam
aber zusammen mit seiner gesamten Mannschaft auf dem Rückweg
in der mörderischen Kälte um.
Bis auf die
bis zu 4000 Menschen, die in den über 80 Forschungsstationen leben,
ist die Antarktis unbewohnt. Sie gehört den Pinguinen
und einigen flugfähigen Vögeln (im arktischen Sommer
kommen noch mehr als 100 Millionen Zugvögel hinzu, die auf dem
Packeis und den vorgelagerten Inseln brüten) und natürlich
den Robben und Walen. Insbesondere Wedellrobben
leben hier, eine Art, die sich dem Leben im und unter dem Eis
besonders gut angepasst hat. Diese Robben können bis zu 700
m tief tauchen und bis zu einer Stunde unter Wasser bleiben.
Schwertwal
(Orca) und Seeleopard - ebenfalls eine Robbenart - sind
ihre einzigen Feinde.
Unter dem
Meer-Eis, das sich als breiter Gürtel um das antarktische
Festland zieht, lebt in dem extrem klaren Wasser (während
des antartischen Winters beträgt die Sichtweite unter Wasser
bis zu 400 m!) eine Vielzahl von Fischen, Quallen, Korallen
und Seesternen, vor allem aber gewaltige Mengen an Plankton.
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